Rotfuchs, Fuchs |
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Name: Lat. Engl. |
Rotfuchs, Fuchs Vulpes vulpes Red Fox |
Zuordnung: | Säugetier, Raubtier |
Arten: | |
Haustier: | Nein |
Grösse: | Länge ca. 75 cm, Schulterhöhe ca. 40 cm |
Spannweite: | Schwanzlänge ca. 40 cm |
Gewicht: | 6 bis 10 kg |
Heimisch in: | Europa, Asien, Afrika, Amerika, in Australien eingeführt |
Lebenserwartung: | Freilebend: Ca. 12 Jahre |
Anzahl Junge: | 3 bis 5, selten mehr oder weniger |
Gewicht Junge: | Bis 160 g |
Grösse Junge: | |
Geschlechtsreife nach: | 10 Monaten |
Fortpflanzungszeit: | Mitteleuropa von Januar bis Februar |
Trag- oder Brutzeit: | Tragzeit ca. 50 Tage, sie werden ca. 6 Wochen gesäugt, nach 4 Monaten selbständig, werden sie vor dem nächsten Wurf nach ca. 1 Jahr vertrieben. |
Futter: | Allesfresser, auch Aas |
Verwandtschaft: | Hunde, Wölfe, Koyoten, Schakale, Füchse |
Feinde: | Krankheiten wie Tollwut, Parasiten, Mensch, Luchs, Wolf, Uhu, Steinadler |
Lebensraum: | Wälder, Landschaften mit Versteck und Aufzuchtmöglichkeiten, auch Dörfer und Städte |
Vorkommen: | |
Gefährdete Art: | Nicht gefährdet |
Tag- oder nachtaktiv: | Dämmerungs- und nachtaktiv |
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Sozialverhalten:
Meistens wurde der Rotfuchsbau nicht von ihm selbst gegraben sondern von einem Dachs oder Kaninchen übernommen. Es wurde auch schon beobachtet, dass die beiden gemeinsam einen Bau bewohnen. Der Bau wird vom Rotfuchs vor dem Wurf um eine Bruthöhle erweitert. Baue mit mehreren Zugängen und Bruthöhlen sind die Regel. Mehrere Weibchen (Fähe) teilen sich grössere Baue und ziehen ihre Jungen gemeinsam auf. Die jungen (Welpen) öffnen ihre Augen erst nach 14 Tagen. Das Männchen (Rüde) beteiligt sich an der Aufzucht. Er besorgt Jagdbeute und übergibt diese vor dem Bau der Fähe. Erst wenn die Jungen nach 1 Monat den Bau verlassen lässt das Weibchen das Männchen näher kommen und Bekanntschaft schliessen. Stirbt die Fähe und müssen die Jungen nicht mehr gesäugt werden, übernimmt der Vater die weitere Aufzucht. Nach einem Jahr müssen sich die Jungen ein eigenes Revier suchen. Da die Verstädterung der Landschaft immer mehr zunimmt, werden auch Parkanlagen oder ungenutzte Kellerräume als neue Quartiere angenommen. |
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Beschreibung:
Rotfüchse sind Allesfresser. Beliebt sind kleine Nagetiere wie Mäuse und Ratten. Solange er keine Hühner, Gänse, Enten oder Kaninchen stiehlt ist er ein gern gesehener Gast. Vögel oder andere Kleintiere fängt er, indem er sich tot stellt und sich dann die nahenden Aasfresser schnappt. Dieses Verhalten trug dazu bei, dass er in vielen Fabeln als listig und schlau bezeichnet wird. In der Not frisst er auch Amphibien. Als Waldtier und Aasfresser hat er auch eine Hygiene Funktion. Er hilft damit den Ausbruch von Seuchen zu verhindern. Leider ist der Rotfuchs auch als Überträger der Tollwut bekannt. Geimpfte und ausgelegte Hühnerköpfe helfen die Krankheit einzudämmen, bringen sie jedoch in Europa nicht ganz zum Verschwinden. Es wird angenommen, dass ca. 80% der Rotfüchse mit der Impfung erreicht werden. Nur in England scheint die Tollwut nahezu ausgerottet zu sein. Die Füchse haben sich stark vermehrt und werden jetzt auch häufiger als Stadtbewohner angetroffen. In England wurde, die vom Adel gepflegte Hetzjagd mit Pferden und Hunden, auf die Füchse verboten. Die Rotfüchse wurden solange gejagt, bis sie vor Erschöpfung starben. Natur- und Tierschützer haben sich erfolgreich gegen diese Form der Tierquälerei durchgesetzt.
Als dämmerungs- und nachtaktive Jäger hören, riechen und sehen sie sehr gut. Ihr Geruchssinn soll 400-mal besser sein, als jener des Menschen.
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