Waldohreule |
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Name: Lat. Engl. |
Waldohreule Asio otus |
Zuordnung: | Vögel, Greifvögel, Raubvögel |
Arten: | 5 Unterarten |
Haustier: | Nein |
Grösse: | Bis 37 cm Höhe |
Spannweite: | Bis 100 cm |
Gewicht: | Männchen bis 280 g, Weibchen bis 370 g |
Heimisch in: | Europa, Asien, Japan, Russland, Mittelamerika, Nordamerika, Afrika |
Lebenserwartung: | Freilebend: Ca. 30 Jahre |
Anzahl Junge: | 4 bis 6 Eier, selten 8 |
Gewicht Junge: | Ca. 16 g |
Grösse Junge: | |
Geschlechtsreife nach: | 1 Jahr |
Fortpflanzungszeit: | Ende März, anfangs April |
Trag- oder Brutzeit: | Brutzeit 27 bis 28 Tage, ab der 3. Woche verlassen die Jungen das Nest, ab der 11 Woche werden sie selbständig |
Futter: | Kleine Säugetiere, Mäuse, Ratten, Vögel, Spatzen, Grünlinge |
Verwandtschaft: | Eulen |
Feinde: | Uhu, Mäusebussard, Marder |
Lebensraum: | Offene Graslandschaften an Waldrändern |
Vorkommen: | In Mitteleuropa ca. 40000 Brutpaare |
Gefährdete Art: | Nicht gefährdet |
Tag- oder nachtaktiv: | Dämmerungs- und nachtaktiv, ist das Futterangebot zu klein wird auch am Tag gejagt. |
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Sozialverhalten:
Waldohreulen leben monogam in einer Saisonehe. Das Männchen versucht durch Imponiergehabe und Rufe ein Weibchen in sein Revier zu locken. Ist dies gelungen, sucht sich das Paar vorzugsweise ein verlassenes Krähen- oder Greifvogelnest und baut es für seine Bedürfnisse aus. Selten, wenn keine andere Brutmulde zur Verfügung steht, brütet die Waldohreule auch am Boden. Das Weibchen brütet und versorgt die Jungen solange diese im Nest bleiben. Das Männchen sucht Beute und versorgt seine Familie damit. Sobald die Jungen aus Platzmangel das Nest verlassen und in den Baumkronen einen sicheren Unterschlupf gefunden haben, geht auch das Weibchen auf Beutejagd. Die nimmersatten Mäuler wollen gestopft werden. Fressfeinde werden von beiden Eltern gemeinsam verjagt. Bisweilen täuscht ein Elternteil eine Verletzung vor und lässt sich sogar trudelnd vom Baum fallen. Ist die Ablenkung vom Nest und den Jungen gelungen, flüchtet die Waldohreule und bringt sich selbst in Sicherheit. Normalerweise bleiben die jungen Erwachsenen in der Nähe des Elternnestes und suchen sich im Umkreis bis 100 km ein eigenes Revier. Sind die guten Plätze alle belegt, kann es sich ein eigenes Revier bis 2000 km vom Aufwachsstandort suchen. |
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Beschreibung:
Waldohreulen sind Teilzieher. Das bedeutet, Tiere die in kälteren Regionen brüten wechseln in ein wärmeres und futterreicheres Winterquartier. Tiere die in gemässigten Klimazonen brüten bleiben auch im Winter standorttreu.
Der Waldohreulenbestand ist überwiegend vom Nahrungsangebot abhängig. Sind genug Mäuse zu finden, erweitert sich der Bestand. Andernfalls verringert er sich. Die intensive Nutzung der Landwirtschaftsflächen bewirken, dass der Mäusebestand zurückgeht.
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